Test zur Erkennung drogenbezogener Störungen
Ein Fragebogen zu Drogenkonsum und drogenbezogenen Problemen – das Gegenstück zum AUDIT für Alkohol.
- Kategorie
- Alkohol & Drogen
- Wer füllt sie aus
- Selbstauskunft
- Items
- 11
- Zeitraum
- Aktueller Konsum und letztes Jahr
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Lizenzierte Skala
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Was sie misst
Der DUDIT erfasst, wie oft und wie viel Drogen konsumiert werden, Anzeichen einer Abhängigkeit wie starkes Verlangen, Kontrollverlust und morgendlichen Konsum sowie Folgen wie Schuldgefühle, Verletzungen und Sorgen anderer. Die Fragen 1–9 werden mit 0 bis 4 Punkten bewertet, die Fragen 10 und 11 mit 0, 2 oder 4 Punkten. Der Gesamtwert liegt zwischen 0 und 44.
Wann sie einzusetzen ist
Der DUDIT ist ein erster Schritt, wenn Sie einschätzen möchten, ob der Drogen- oder Medikamentenkonsum der Patientin oder des Patienten Probleme verursachen könnte. Er fragt nicht nach Alkohol – dafür ist der AUDIT oder AUDIT-C der richtige Fragebogen. Laut den Entwicklern ist der DUDIT der erste Schritt einer Einschätzung in vier Stufen, auf den eine genauere Erfassung, ein diagnostisches Interview und eine Nachbeobachtung folgen.
Herkunft
Der DUDIT wurde von Anne H. Berman, Hans Bergman, Tom Palmstierna und Frans Schlyter am Karolinska Institutet in Stockholm entwickelt und von der schwedischen Gefängnis- und Bewährungsbehörde gefördert. Das Manual erschien 2003. Die deutsche Version erstellten Anja Thormann und Dr. Norbert Schalast am Institut für Forensische Psychiatrie der Universität Duisburg-Essen.
Validierung
Der DUDIT wurde mit diagnostischen Interviews an 154 drogenkonsumierenden Gefangenen und Patient:innen einer Entgiftungsstation geprüft; Vergleichswerte stammen aus einer Zufallsstichprobe der schwedischen Allgemeinbevölkerung. In der Gruppe mit hohem Drogenkonsum erkannte ein Wert von 25 eine Drogenabhängigkeit mit einer Sensitivität von 90 % nach DSM-IV und ICD-10 sowie einer Spezifität von 78 % (DSM-IV) und 88 % (ICD-10). Die Grenzwerte von 6 für Männer und 2 für Frauen beruhen auf den Daten der Allgemeinbevölkerung und gelten laut den Entwicklern als vorläufig. Eine für Jugendliche angepasste deutsche Version zeigte bei jugendlichen psychiatrischen Patient:innen eine hohe diagnostische Genauigkeit (Basedow et al., 2021).
Grenzen
Der DUDIT ist ein Screening und keine Diagnose. Die Entwickler bezeichnen die Grenzwerte für Männer und Frauen als sehr vorläufig und weisen darauf hin, dass der DUDIT zum Zeitpunkt des Manuals noch nicht in Bereichen mit geringem Drogenkonsum wie Hausarztpraxen oder Schulen validiert war. Er erfasst keinen Alkohol und beruht auf ehrlichen Selbstangaben. Die deutsche Validierungsstudie wurde mit Jugendlichen durchgeführt; für die deutsche Version bei Erwachsenen ist die Studienlage daher begrenzter.
Häufige Fragen
- Warum kann der DUDIT hier nicht ausgefüllt werden?
- Der DUDIT darf nur im urheberrechtlich geschützten Original-Layout verwendet werden. Deshalb zeigen wir hier nur Informationen dazu.
- Ist das Ergebnis eine Diagnose?
- Nein. Der DUDIT zeigt, ob ein genauerer Blick auf den Drogenkonsum der Patientin oder des Patienten sinnvoll ist. Eine Substanzkonsumstörung kann nur eine Ärztin, ein Arzt oder eine Psychotherapeutin bzw. ein Psychotherapeut diagnostizieren.
- Zählen Medikamente als Drogen?
- Nur in bestimmten Fällen: wenn die Patientin oder der Patient mehr oder häufiger einnimmt als verschrieben, sie nimmt, um Spaß zu haben, sich gut zu fühlen oder „high“ zu werden, sie von einem Freund oder einer Freundin bekommen oder auf dem Schwarzmarkt beschafft oder gestohlen hat. Medikamente, die wie ärztlich verordnet eingenommen werden, zählen nicht.
Quellen
- Berman AH, Bergman H, Palmstierna T, Schlyter F. DUDIT – The Drug Use Disorders Identification Test: Manual. Version 1.0. Stockholm: Karolinska Institutet; 2003.
- Berman AH, Bergman H, Palmstierna T, Schlyter F. Evaluation of the Drug Use Disorders Identification Test (DUDIT) in criminal justice and detoxification settings and in a Swedish population sample. European Addiction Research. 2005.
- EU Drugs Agency (EUDA). Drug Use Disorders Identification Test (DUDIT) – drugs library.
- Basedow et al. Diagnostic accuracy of the Drug Use Disorder Identification Test and its short form, the DUDIT-C, in German adolescent psychiatric patients. Front Psychol. 2021.
Lizenz & Quellenangabe
© 2002 Anne H. Berman, Hans Bergman, Tom Palmstierna & Frans Schlyter, Karolinska Institutet, Stockholm, Sweden. German version: Anja Thormann & Dr. Norbert Schalast, Institute of Forensic Psychiatry, University of Duisburg-Essen.
Public Domain, das Layout ist jedoch urheberrechtlich geschützt; Nutzer:innen werden gebeten, das Layout beizubehalten (EUDA). Laut Manual dürfen die Items nur im geschützten Layout verwendet werden, daher wird der Fragebogen hier nicht wiedergegeben.